Kinderschutz

Schülerinnen und Schüler, die ihre Lebenssituation als belastend empfinden, können so sehr daran leiden, dass sie alleine und auf sich gestellt nicht mehr wissen, wie sie damit umgehen können. Manche dieser Empfindungen sind eher typisch für das jeweilige Lebensalter und treten auf, ohne dass ein äußerer Anlass erkennbar wäre.

Andere Schülerinnen und Schüler befinden sich in Situationen, in denen sie körperlicher oder psychischer Gewalt ausgesetzt sind. Sie können direkt davon betroffen sein, wie z.B. bei körperlichen oder sexuellen Grenzüberschreitungen oder sie erleben die Gewaltausübung eher indirekt mit, wie z.B. bei häuslicher Gewalt unter den Eltern oder Lebenspartnern.

In jedem Fall ist ein Kind oder eine Jugendliche oder ein Jugendlicher mit der alleinigen Verarbeitung solcher Erlebnisse überfordert.

Die Eltern haben eine tragende Rolle in der Unterstützung ihres Kindes und bei der Suche nach Auswegen aus den belastenden Situationen. Ebenso die Lehrkräfte, denen durch den täglichen Kontakt zu der Schülerin oder dem Schüler oftmals schnell auffällt, wenn sich etwas Gravierendes ereignet hat.

Was aber, wenn die Eltern ihr Kind nicht schützen können oder wenn die Vermutung besteht, dass sie sogar Teil der Gefährdung sind?

In der Beratungsabteilung des ReBBZ Eimsbüttel sind mehrere Fachkräfte tätig, die über vertiefte Kenntnisse und z.T. über langjährige Erfahrungen im Kinderschutz verfügen. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern oder sonstige Sorgeberechtigte können sich ratsuchend an uns wenden. Gemeinsam wird eingeschätzt, wie eine an uns herangetragene Situation bewertet werden muss, ob eine Unterstützung für die Schülerin oder den Schüler notwendig ist, wie sie gegebenenfalls aussehen könnte und welche weiteren Handlungsschritte erforderlich sind. Wir beraten vertraulich. Es kann jedoch zu Situationen kommen, in denen der Schutz der Schülerin oder des Schülers an erster Stelle stehen muss. Wenn z.B. eine Beratung durch das ReBBZ nicht mehr ausreicht und weitergehende Unterstützungen erforderlich sind, um das körperliche, geistige oder seelische Wohl der Schülerin oder des Schülers zu schützen, wird der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Jugendamtes von uns einbezogen.